Rezension: Die Abenteuer der Cluny Brown von Margery SharpLesezeit: 1 min

Sie hat da so einen Artikel in der Zeitung gelesen, dass es den Nerven gut tut und den ganzen Körper belebt, wenn man einen Tag lang im Bett bleibt und nur Orangen isst.

Die junge Cluny Brown lebt nach ihren eigenen Regeln, sie geht zum Nachmittagstee ins Ritz oder verbringt den ganzen Tag Orangen essend im Bett – sehr zum Missfallen ihres Onkels, der sie kurzerhand als Dienstmädchen auf den Herrensitz Friars Carmel in Devonshire schickt. Schon bald stellt Cluny mit ihrer lebenslustigen und unkonventionellen Art das Leben des Landadels auf den Kopf…

Buchgedanken:

Die Abenteuer der Cluny Brown, erstmals 1944 erschienen, ist ein charmantes Zeitzeugnis und eine pointierte Gesellschaftsstudie verpackt in einen unterhaltsamen Roman. Dazu trägt auch der eingängige und elegante Schreibstil von Margery Sharp bei, die so wunderbare Kinderbücher wie Miss Bianca geschrieben hat.
Die Figuren sind sehr gut gezeichnet und authentisch. Clunys erfrischende Art bildet einen herrlichen Kontrast zur britischen Aristokratie und verdeutlicht die gesellschaftlichen Gepflogenheiten der damaligen Zeit mit ihrem starren Rollensystem.

Fazit:

Ein unterhaltsamer Gesellschaftsroman mit einer freigeistigen Protagonistin, die mit ihrer unkonventionellen und lebenslustigen Art bezaubert. Humorvoll, gut beobachtet und mit feinem Spott –  eine charmante literarische Wiederentdeckung ♥

©️ Eisele Verlag

Die Abenteuer der Cluny Brown ist ein Roman von Margery Sharp, übersetzt von Wibke Kuhn und 2018 im Eisele Verlag erschienen.

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