#SubSonntag: Wo kommst Du denn her?

Liebe Bücherfreunde,

ich mag behaupten, dass ich ein gutes Gedächtnis habe. Ich kann mir allerhand nützliches und unnützes Wissen merken, vergesse nie einen Namen und selten einen Geburtstag. Doch ab und an entdecke ich auf meinem SuB ein Buch, bei dem ich mich absolut nicht erinnern kann, wie und warum es dort gelandet ist.

Da schleicht sich der Gedanke ein, dass ich sadistische Freunde habe, die mir heimlich Bücher ins Regal stellen und sich dann diebisch über meine Verwirrung freuen. Unwahrscheinlich, aber möglich. Oder die Verzweiflungstat einer Buchhändlerin, die keinen passenden Käufer für das Buch finden konnte und es mir daher verstohlen in die Einkaufstasche gepackt hat? Auch nicht sehr wahrscheinlich. Vielleicht doch der Spontankauf aus einer romantischen Laune heraus, der mir am Ende des Tages so peinlich war, dass ich ihn komplett verdrängt habe? Das würde zumindest den rosa Einband erklären…

Ein Buch mit fragwürdiger Farbgestaltung, das so gar nicht meinem Lesegeschmack entspricht, aber nun liegt es hier, da könnte ich doch reinlesen? Im schlimmsten Fall ist es dermaßen süß, dass ich beim Lesen Zahnschmerzen bekommen. Also lieber in wohlwollende Hände geben? Vielleicht entgeht mir dann eine zauberhafte Geschichte…

Wie würdet Ihr entscheiden? Haltet Ihr an Eurem Lesegeschmack fest oder blickt Ihr gerne über den Tellerrand und habt dabei schon die ein oder andere wunderbare Geschichte entdeckt? Ich bin gespannt….

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# SuB-Sonntag: Nachtgedanken

Ihr Lieben,

mein SuB ist groß geworden, hat sich von einem niedlichen Stapel zu einem ausgewachsenen Regal entwickelt – einem etwas fülligen Regal. Ich bin mir nicht sicher, ob ich lachen oder weinen soll. Einerseits finde ich es deprimierend und ein wenig einschüchternd, dass ich ein Regal voller ungelesener Bücher besitze, andererseits befinden sich dort nur Bücher, die ich unbedingt lesen wollte, keine Gelegenheits- oder Spontankäufe, also wahre Schätze, auf die ich mich freuen kann. Eigentlich schade, dass die Bücher gerade ein Schattendasein fristen, da ich vermehrt Neuerscheinungen lese.

Wie also mit der Situation umgehen? Radikale Akzeptanz, Frühjahrsputz, Leseplanung oder SuB-Abbau-Challenge? Ich werde wohl in den kommenden Wochen verschiedene Herangehensweisen ausprobieren, beginnend mit dem Frühjahrsputz, denn sich biegende Bretter müssen nun wirklich nicht sein. Da verfalle ich in nostalgische Gedanken, als mein SuB noch klein war, sich mühelos von einer Ecke in die andere verschieben ließ, kaum alleine stehen konnte und ständig umfiel. Zu niedlich – ich hätte Fotos machen sollen….

Wie steht Ihr zu Eurem SuB? Gibt es eine magische Grenze, die er nicht überschreiten darf oder habt Ihr bereits eine ideale Methode für den SuB-Abbau gefunden? Lasst es mich gerne wissen!

Mila

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