Rezension: Immerwelt-Der Anfang von Gena Showalter

Die siebzehnjährige Tenley muss eine schwere Entscheidung treffen – bekennt sie sich zu Myriad, dem dunklen Reich der Schicksalsgläubigen, oder zu Troika, dem hellen Reich der Erkenntnis. Vertreter beider Reiche versuchen mit allen Mitteln, Tenley für sich zu gewinnen, obwohl ihnen nicht klar ist, warum ausgerechnet sie so wichtig sein soll…

Die zerstörerischsten und die besten Taten beginnen mit einem einzigen Gedanken. Und letztlich kann eine einzige Tat darüber entscheiden, welchen Verlauf unser Leben nimmt. Und unser Tod.

Buchgedanken:

Immerwelt beginnt rasant, ergreifend und brutal, der Leser ist mittendrin im Geschehen und versucht die Zusammenhänge schnellstmöglich zu erfassen, während er einerseits schockiert ist, wie Tenley behandelt wird und andererseits das Mädchen für seinen starken Willen bewundert. Ein hohes Tempo, das der Roman nicht über die ganze Länge halten kann, dennoch entwickelt die Geschichte einen Sog, dem man sich nicht entziehen kann. Ähnlich wie Tenley ist der Leser hin- und hergerissen zwischen Troika und Myriad, verfolgt atemlos das Geschehen und ist mitunter sprachlos, was Tenley erleiden muss und wünscht ihre Entscheidung geradezu herbei, um dem Alptraum ein Ende zu bereiten.

Fazit:

Ein temporeicher und spannender Roman, der mit einer taffen Protagonistin, einer mitreißenden Geschichte und trockenem Humor überzeugt.

© Harper Collins
Immerwelt-Der Anfang ist ein Blanca ist ein Jugendbuch von Gena Showalter, übersetzt von Katja Henkel und 2018 bei Harper Collins erschienen.
6

Magische Reise in den Harz: Spiegelherz

Liebe Buchhexen,

der Brocken im Harz gilt als Hauptversammlungsort der Hexen, in der letzten Aprilnacht feiern die dunklen Mächte dort ein höllisches Fest, das alle in seinen Bann zieht und zu geheimnisvollen Geschichten inspiriert:  Anna zieht mit ihrer Familie in den Harz, in die Nähe des Blocksbergs und entdeckt plötzlich, dass sie Hexenkräfte besitzt. Ebenso wie David, der ältere Bruder ihrer neuen Schulfreundin. Mit ihm soll Anna gegen das Böse kämpfen, das im Blocksberg gefangen ist und kurz vor der Erweckung steht. Mit der Hilfe von drei mächtigen Hexen bereiten sich die beiden auf den Kampf vor, doch Anna ist nicht ganz bei der Sache, denn ihr erscheint ständig Nebruel, der Sohn des Teufels, im Spiegel und wirkt gar nicht teuflisch, sondern sehr sympathisch. Hin- und hergerissen zwischen David und Nebruel muss sich Anna in der alles entscheidenden Walpurgisnacht auf dem Blocksberg den Mächten stellen…

Janine Wilk erzählt eine spannende und mystische Geschichte von Hexen, Schicksal und teuflischen Versuchungen rund um den sagenumwobenen Brocken, dabei vermittelt sie gekonnt die düstere und geheimnisvolle Atmosphäre des Blocksbergs. Die Figuren sind wunderbar gezeichnet, Anna ist eine bodenständige und nicht allzu perfekte Heldin, ihre Familie sympathisch normal und die Brockenhexen herrlich schrullig, der Spannungsbogen ist gut ausgearbeitet und die Geschichte bietet neben überraschenden und magischen Momenten auch ein wenig Romantik und fesselt dank des flüssigen und bildhaften Schreibstils von Anfang bis Ende.

Ein stimmungsvoller Roman mit sympathischen Figuren, Herz und Humor, der mit fantasievollen Ideen und einer spannenden Geschichte überzeugt.

⭐⭐⭐⭐⭐ – Reise

© Planet

Spiegelherz ist ein Jugendbuch von Janine Wilk und 2018 bei Planet! erschienen.

 

9

Rezension: Celfie und die Unvollkommenen von Boris Pfeiffer

Das Mädchen aus Farbek lauschte in sich hinein und spürte, dass etwas in ihr, ganz tief von innen, pochte und schlug. Es fühlte sich an, als trommelte etwas beharrlich gegen eine Gefängniswand, auf der Suche nach einem Weg in die Freiheit. Es machte die Dunkelkeit, die sie vorhin noch in sich gefühlt hatte, kleiner und schwächer.

Celfie Madison kommt aus Farbek, dem Reich der Fantasie, und ist ein Mensch gewordener Gedanke. Mit ihren gletscherfarbenen Augen kann sie Graffiti lebendig machen. Ihr Denker, der skrupellose Geschäftsmann Glenn Single Despott, verfolgt einen finsteren Plan. Er will die Gedanken der Menschen beherrschen und Celfie dafür benutzen. Doch Celfie flüchtet aus Glenns Kommandozentrale und findet sich auf der Erde wieder. Dort erweckt sie die gesprayte Maus Flusch zum Leben. Gemeinsam mit dem Sprayer Kyle und weiteren Graffiti-Tieren, versuchen sie Glenns Plan zu vereiteln…

Buchgedanken:

Boris Pfeiffer erzählt eine märchenhafte Geschichte über die Macht der Fantasie, Zusammenhalt und das Erkennen der eigenen Stärken, voller liebenswerter Figuren und origineller Ideen. Celfie ist eine sympathische und starke Heldin, das personifizierte Gute, Glenn Despott ein gelungener, machtgieriger Gegenspieler. Die Geschichte ist unterhaltsam, spannend und tiefsinnig.

Fazit:

Ein Roman, der mit zauberhaften Figuren und Einfallsreichtum überzeugt und ein fantasievoller Lesespass für Jung und Alt.

© Kosmos Verlag

Celfie und die Unvollkommenen ist ein Roman von Boris Pfeiffer für Leser ab 11 Jahren, 2017 erschienen im Kosmos Verlag.

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