Hören & Häkeln: Das Atelier in Paris

© Pendo Verlag

Gehört:

Um eine Weile abzuschalten, mietet die Londoner Polizistin Madeline ein kleines Atelier mitten in Paris. Dort trifft sie auf den amerikanischen Schriftsteller Gaspard, der das Atelier ebenfalls gemietet hat, um in Ruhe schreiben zu können. Der anfängliche Ärger über die versehentliche Doppelbelegung ist schnell vergessen, als beide dem Zauber des Ortes erliegen. Das Atelier gehörte einst einem gefeierten Maler, von dem nur noch drei Gemälde existieren sollen, diese gelten als verschollen und unermesslich wertvoll. Madeline und Gaspar begeben sich auf die Suche nach den Bildern und stoßen auf ein dunkles Geheimnis…

Das Atelier in Paris ist ein spannender Roman mit einem Hauch Romantik. Die Geschichte um verschwundene Gemälde und ein tragisches Künstlerleben ist fesselnd und die Figuren glaubwürdig und facettenreich. Mitunter schwelgt Musso zu sehr im Pariser Leben oder verliert sich in Details der Kunsttheorie, worunter die Spannung leidet. Richard Barenberg gibt jeder Figur eine passende Stimme und vermittelt gekonnt die unterschiedlichen Stimmungen des Romans und die Emotionen der Protagonisten. Alles in allem eine packende Geschichte mit überraschenden Wendungen und ein gut durchdachtes Vexierspiel mit nicht ganz überzeugendem Ende, das Geschmackssache ist.

Gehäkelt:

Der Herbst ist die perfekte Jahreszeit für luftige Kuschelmaschen. Dieser Schal hat ein Lochmuster kombiniert mit Doppelstäbchenreihen. Das kuschelige Garn hat einen dezenten Farbverlauf in creme-lavendel-lila.

 

Das Atelier in Paris ist ein Roman von Guillaume Musso, übersetzt von Eliane Hagedorn und gesprochen von Richard Barenberg, 2018 erschienen im Pendo Verlag.
20

Alltagsflucht: Stella Montgomery und der schaurige See von Wormwood Mire

Liebe Lesefeen, 

das neue Abenteuer von Stella Montgomery besticht durch eine spannende Geschichte, schaurig-schöne Schauplätze und eine nostalgische Atmosphäre. Von ihren Tanten wird Stella auf das Familenanwesen Wormwood Mire geschickt, um dort gemeinsam mit ihrem Cousin und ihrer Cousine unterrichtet zu werden. Doch auf Wormwood Mire gehen seltsame Dinge vor sich, immer wieder findet Stella Dornen in ihrer Kleidung und im See scheint ein schauriges Wesen zu leben…

Auch für den Leser gibt es allerhand zu entdecken, da ist der Alltag schnell vergessen. Schließlich muss das herrschaftliche Anwesen eines Forschungsreisenden mit allerhand exotischen Reisemitbringseln erkundet und der Jahrmarkt mit kuriosen Ausstellungsstücken besucht werden.
Judith Rosselll beweisst hierbei viel Fantasie und Liebe zum Detail, da ist es eine Freude Stella auf ihren Erkundungen zu begleiten, zumal sie mit ihrer offenen und herzlichen Art und ihrer Wissbegier eine höchst sympathische Protagonistin ist.
Doch auch die neuen Charaktere nehmen den Leser schnell für sich ein, denn die Figuren sind allesamt sehr gut gezeichnet und zuweilen herrlich skurril. Neben Theodor mit seinem Faible für Wissenschaft und dem Drang, alles zu reparieren und seiner schweigsamen Schwester, die lieber mit Tieren kommuniziert, begeistern vor allem die pflanzenaffine Gouvernante und die schrullige Besitzerin des Süßwarenladens mit hauseigenem Geist.

Ein spannendes und mysteriöses Abenteuer mit wunderbaren Einfällen, einem Hauch Magie und liebenswerten Figuren, das (hoffentlich) nicht nur junge Leser begeistern wird.

Stürzt Euch ins Abenteuer

♥ Mila

© Thienemann Verlag
Stella Montgomery und der schaurige See von Wormwood Mire ist ein Abenteuerroman ab 10 Jahren von Judith Rossell, übersetzt von Cornelia Panzacchi und illustriert von Nina Dulleck , 2018 erschienen im Thienemann Verlag.
16