Top Ten Thursday: Happy Halloween

Ihr Lieben,

der heutige Top Ten Thursday lehrt Euch das Gruseln, denn es gibt ein Halloween-Spezial. Falls Ihr neben Trick-or-treating und Kürbis schnitzen einer echten Hexe begegnen möchtet, müsst Ihr Eure Kleidung auf links drehen und den ganzen Abend rückwärts laufen, dann soll Sie Euch um Mitternacht erscheinen. Ich werde wohl lieber die Nase in ein Buch stecken…

Ein Buch mit einem gruseligen Cover

Wo wir gerade beim Thema Hexen sind…

Matthew Corbett und die Hexe von Fount Royal ist ein toller historischer Thriller und das düstere Cover passt perfekt zu Halloween:Geht eine Hexe in Carolina um? Das zumindest glauben die Bewohner der kleinen Stadt Fount Royal. Ihr Name ist Rachel Howarth, eine Fremde – wunderschön und mutig. Kein Wunder, dass sie von manchen Einwohnern gehasst wird und den meisten zumindest suspekt vorkommt. Der fahrende Friedensrichter Isaac Woodward und sein scharfsinniger Gerichtsdiener Matthew Corbett sollen ihr den Hexenprozess machen. Die Beweise sind erdrückend: In ihrem Haus finden sich okkulte Hinweise, sie weigert sich, die Worte des Herrn zu sprechen, und Zeugen berichten von unaussprechlichen Dingen, die sie mit dem Leibhaftigen selbst begangen haben soll.

Ein Buch, in dem ein Mord geschieht

Küstenfluch von Hendrik Berg ist ein spannender Nordsee-Krimi mit mystischer Atmosphäre: Als ein Orkan über Nordfriesland hinwegfegt, taucht ein rostiges Schiffswrack im Wattenmeer auf – und plötzlich häufen sich mysteriöse Todesfälle an der Küste. Der Bauer Jessen ist eines der Opfer. Doch war sein Tod ein Unfall oder Mord? Und was hat es mit Jessens kleinem Neffen Jan auf sich, der von furchtbaren Albträumen heimgesucht wird? Kommissar Theo Krumme ermittelt zusammen mit einer jungen Kollegin und stößt auf immer mehr Ungereimtheiten in der Familie. Dann verschwindet Jan, der sich von dem Schiffswrack magisch angezogen fühlte – und seine Spur führt direkt ins Watt …

Ein Buch mit einer unheimlichen Atmosphäre

Spuk in Hill House ist sicherlich der Klassiker der Schauerliteratur und eins meiner Lieblingsbücher: Vier Menschen betreten die alte Villa, die als Hill House bekannt ist. Sie wollen die übernatürlichen Phänomene, die sich angeblich darin ereignen, untersuchen.
Die vier werden etwas Böses erleben, das sich ihrer Kontrolle und ihrem Verstand entzieht. Sie können unmöglich wissen, dass sie von dem Haus selbst angelockt wurden und welche bösen Pläne es verfolgt …

Ein Buch, das an Halloween spielt

Pflichtlektüre an Halloween: In seinem Halloween-Klassiker entführt Ray Bradbury den Leser auf eine Reise, die wieder den Ursprung jenes Tages bewußt macht. Acht Jungen machen sich auf: über den Planeten und durch die Jahrhunderte – von den Grabkammern des alten Ägyptens über den Hexenkult im Mittelalter zum Kostümfest in der Gegenwart.


Ein Buch, dass ich vor Spannung nicht aus der Hand legen konnte

Da der Titel so schön zum Thema passt, entscheide ich mich für Hexenkessel von Martin Kriest – ein düsterer, brutaler und ziemlich spannender Thriller: Patsy und Milo wollen an das große Geld. Doch nicht nur der rechtmäßige Besitzer hat was dagegen, sondern auch ein Mörder, der seit Wochen seine blutige Spur durch die Stadt zieht. Pearl, Ermittler wider Willen, muss indes eine Broadway-Diva aufspüren. Doch weder die Cops noch die Familie der Sängerin hegen daran großes Interesse.


Ein Buch aus dem Horror Genre

Ich mag zwar Horrorfilme, aber bei Büchern bevorzuge ich gepflegten Grusel, daher fällt meine Wahl auf Danny King und Das Haus der Monster: Es gibt ihn in jeder Kleinstadt: Den verrückten alten Sonderling, der allein in einem unheimlichen Haus lebt, das fast so heruntergekommen ist wie er selbst. In dem englischen Städtchen Thetford ist sein Name John Coal. Aber als die Jungen aus der Nachbarschaft anfangen, dem eigenbrötlerischen Alten immer dreistere Streiche zu spielen, müssen sie feststellen, dass sie sich mit dem Falschen angelegt haben. Denn John Coal hat mehr als eine Leiche im Keller. Zu den dunklen Geheimnissen, die er bewahrt, zählen seine Abenteuer mit Serienmördern, Werwölfen, Dämonen, Geistern und manisch-depressiven Vampiren. Und es wäre ein Fehler, einen Mann zu unterschätzen, der all dies überlebt hat …


Ein „grauenvolles“ Buch

In einer Halloween-Liste darf Stephen King natürlich nicht fehlen. Den erfolgreichsten Horrorroman der Welt, Friedhof der Kuscheltiere, fand ich allerdings „grauenvoll“, langatmig und banal. Es gibt weitaus gruseligere Romane von Stephen King wie Das Mädchen: Um zehn Uhr saß Trisha noch im Auto ihrer Mutter. Um elf hat sie sich im Wald verirrt und versucht, nicht daran zu denken, dass sie vielleicht nie mehr hinausfinden könnte. Durst, Dunkelheit und wilde Tiere – dem Grauen der Wälder hat sie wenig entgegenzusetzen. Und vor allem nicht dem, was sich aufgemacht hat, sie heimzusuchen …


Ein Buch mit Geschöpfen der Nacht

Grenzen, Mauern und Verbote gehören zum Alltag der 17-jährigen Allison, seit sie denken kann. Denn sie wächst in einer Stadt auf, in der die Menschen von den Vampiren regiert werden, grausamen Fürsten der Nacht. Sie haben sich eine Luxuscity errichtet und lassen ihre Gefangenen, die ihnen regelmäßig Blutzoll schulden, für sich schuften. Jeder kleinste Verstoß gegen die Regeln wird geahndet, und Allison erfährt schon früh, dass ihr Leben nicht viel wert ist. Als sie vor die Wahl gestellt wird, zu sterben oder ihren Unterdrückern gleich zu werden, entscheidet sie sich für den Weg der Unsterblichkeit – und hoff t, nun endlich unangreifbar zu sein. Doch vor den Toren der festungsartig abgeriegelten Stadt lauert etwas, vor dem sich sogar die Vampire fürchten …

Ein Buch, das mir Gänsehaut beschert hat

Noch ein Klassiker der Schauerliteratur: Die Drehung der Schraube von Henry James. Eine junge Frau kommt als Gouvernante auf einen verwunschenen Herrensitz. Anfangs schätzt sie sich glücklich, mit den beiden außergewöhnlich schönen und klugen Kindern an diesem märchenhaften Ort leben zu können. Doch es kommt immer häufiger zu unerklärlichen Geschehnissen: Wer sind die beiden unheimlichen Gestalten, die sich ihr wiederholt zeigen? Sind ihre Schützlinge wirklich so engelhaft, wie sie erscheinen? Und wem kann man überhaupt noch vertrauen?


Ein Buch mit einem fiesen Charakter

Wer die Telefonseelsorge anruft, braucht Hoffnung. Und die Bestätigung, dass das Leben lebenswert ist. Doch wer Pech hat, wird mit Laura verbunden. Sie redet nicht nur gern mit Menschen, denen es schlechter geht als ihr. Sie verzehrt sich regelrecht danach. Denn Laura will niemandem Mut zusprechen. Sie will hören, wie die verzweifelten Anrufer sich das Leben nehmen.

Happy Halloween 

♥ Mila

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Kinderbuch des Monats: Mitternacht in Charlbury House

© Thienemann

Während ihre Mutter in den Flitterwochen ist, muss Evi bei ihrer Patentante in Charlbury House bleiben. In dem alten Herrenhaus gehen unheimliche Dinge vor sich und als Evi nachts einen Geist vor dem Fenster sieht, rennt sie panisch aus dem Zimmer und landet im Jahr 1814. Fortan muss sie als Dienstmädchen arbeiten und kann nur in die Gegenwart zurückkehren, wenn sie ein dunkles Familiengeheimnis entschlüsselt…

Ein Monatshighlight, weil …

Mitternacht in Charlbury House ist eine spannende Reise in vergangene Zeiten. Evi muss den harten Arbeitsalltag eines Dienstmädchens im 19. Jahrhundert bewältigen und lernt dabei einiges über Klassenunterschiede und soziale Ungerechtigkeit.

Helen Peters bildhafter und einnehmender Schreibstil lässt den Zauber vergangener Zeiten aufleben und Charlbury House in herrschaftlichem Glanz erstrahlen. Die Figuren sind liebevoll gestaltet, interessant und lebensnah. Evi ist eine sympathische Protagonistin, die sich wunderbar entwickelt. Sie fühlt sich von ihrer Mutter vernachlässigt und ist eifersüchtig auf ihren Stiefvater, doch schon nach kurzer Zeit in Charlbury House legt sie ihre kindliche Egozentrik ab, knüpft Freundschaften und setzt sich für andere ein. Tapfer stellt sie sich den neuen Aufgaben und erledigt die körperlich anstrengenden Arbeiten so gut wie möglich. Dabei lernt sie die Annehmlichkeiten des 21. Jahrhunderts und ihren freien Zugang zur Bildung erst richtig zu schätzen, denn in der Vergangenheit war es nicht selbstverständlich, dass jedes Kind Lesen und Schreiben lernen kann.

Ein spannender und lehrreicher Abenteuerroman ab 10 Jahren, mitreißend erzählt, lebensnah und unterhaltsam. Ein großartiges Leseerlebnis mit wunderbaren Figuren, viel Gefühl und dramatischen Momenten, das von Anfang bis Ende fesselt..

Mitternacht in Charlbury House ist ein Kinderbuch von Helen Peters, übersetzt von Dr. Cornelia Panzcchi und illustriert von Verena Körting, 2020 erschienen im Thienemann Verlag.
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Buchreicher: Neuzugänge im Herbst

Liebe Bücherfreunde,
Herbstzeit ist Lesezeit, da darf ich mir neue Bücher gönnen, obwohl der SuB bis unter die Decke reicht. Ihr merkt es, ich suche nach fadenscheinigen Ausreden für meine Buchsucht. Wie zum Beispiel den andauernden Nieselregen, der dazu einlädt, es sich mit einem Buch auf der Couch gemütlich zu machen. Ich könnte mich natürlich mit einem Regalbuch einkuscheln, aber Neuerscheinungen sind kuscheliger. Ist halt so, Buchverrücktheit folgt keiner Logik…

Der Koffer der tausend Zauber von Antonia Michaelis
Ein magischer Koffer, eine Schatzkarte, ein geheimnisvoller Ort tief im Dschungel – das klingt nach der idealen Herbstlektüre. Zudem gehört Die Nacht der gefangenen Träume zu meinen liebsten Kinderbüchern, daher stand das Buch schon vor Erscheinen auf meiner Wunschliste und ich bin sehr gespannt auf dieses magische Leseabenteuer…

Der Schlüssel der Magie von Robert Jackson Bennett
Ein magischer Schlüssel, der jedes Schloss öffnet – da wäre keine Buchhandlung oder Bibliothek vor mir sicher! Aber natürlich birgt solche Macht auch viele Gefahren und ich freue mich schon sehr auf diese spannende Geschichte…

Hidden Worlds von Mikkel Robrahn
Ein Portal nach Avalon, magische Wesen, die in unserer Welt gestrandet sind und ein Kaufhaus für alles Fantastische – da schlägt mein Fantasy-Herz gleich höher…

Verträumte Lesegrüße
♥ Mila

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